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Bericht: 1700 Risiko-Fans - Kosten: 38 Millionen Euro (WM Forum)

unbekannt, Sonntag, 29. Dezember 2013, 13:30 (vor 2420 Tagen) @

Interessante Statistik der Bundespolizei, die der Spiegel wohl "zufällig" in die Hand bekommen hat. Der interne Lagebericht der Bundespolizei widerspricht damit dem von der Polizei offiziell veröffentlichten ZIS Jahresbericht für den gleichen Zeitraum in einem interessanten Punkt.

Der ZIS Jahresbericht spricht nicht von 1700 Risiko-Fans, sondern von 1540. Nimmt man die geschätzten (!) Zahlen der Polizei zu 2. und 3. Liga noch dazu, ist man dann sogar bei 3514 Risiko-Fans. Da im Spiegel-Artikel dahingehend auch von Dresden und Rostock gesprochen wird, muss man wohl eher die Zahlen der Bundespolizei von 1540 und aus dem ZIS Jahresbericht von 3514 vergleichen. Dass die einen Zahlen mehr als doppelt so hoch wie die anderen sind, liegt wohl daran, dass man bei der Polizei schätzen darf wie man lustig ist :-)

Übrigens war nicht mal von 15000 Gewalttätern die Rede in der bekloppten Debatte um 12:12. damit macht sich die Polizei doch total lächerlich in einem Jahr so viele und nun nur noch 1700.

Naja, kommt auf die Betrachtung an. Der ZIS Jahresbericht spricht von etwa 13.450 Personen mit gewaltbereitem Potenzial. Die Zahlen sind natürlich auch geschätzt. Aber es ist klar, dass bei einer Debatte wie 12:12 jede Seite die für sich interessanten Details herauspickt. Und dann nimmt man halt nicht die paar Risiko-Fans, sondern die mit gewaltbereitem Potenzial.

Der Zuwachs der Dienststunden bei der Bundespolizei ist dafür schon seit Monaten bekannt. Während die Dienststunden in der 1. und 2. Liga um über 13% zurückgegangen sind, ist der Gesamtzuwachs von 11% auf den Anstieg der Dienststunden im Zusammenhang mit 3. Liga-Spielen zu erklären. Dort stiegen die Einsatzzeiten der Bundespolizei von 68.284 Stunden im Jahr 2011/12 auf 173.105 im Jahr 2012/13.

Und auch sonst hätte man die Zahlen zu Verletzten, Anzeigen etc schon aus dem ZIS Jahresbericht entnehmen können. Für mich stellt sich eher die Frage, warum der Spiegel das jetzt als neue Story bringt. Im Grunde ist alles schon bekannt. Bis auf vielleicht die Tatsache, dass man polizeiintern weitaus vorsichtiger schätzt, als man es hinterher veröffentlicht :-)

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