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Fernab aller Ressentiments (BVB)

unbekannt, Montag, 01. August 2016, 22:07 (vor 1223 Tagen) @

Ich finde, bei deinem Tonfall macht es wirklich Spass, zu diskutieren.

Erinnerst du dich an unsere Unterhaltung über Schmelzer vor ein paar Jahren? Nachdem du mehrfach völlig unsachlich über ihn abgeledert hattest, worauf ich dich dann hinwies, meintest du, ich solle mit ihm ein Eis essen gehen. Als ein anderer User dich auf deinen Tonfall aufmerksam machte, antwortetest du, dein Tonfall und wie andere Leute dich im Forum wahrnehmen, sei dir völlig egal.
Insofern entbehrt das hier gerade nicht einer gewissen Ironie.

Deshalb fasse ich mich auch kurz: Ramos hat in seiner besten Berliner Saison 16 Tore geschossen, dabei waren es in der Vorrunde 11 und in der Rückrunde 5. Insgesamt waren es 3 Elfmeter, also wären wir noch bei 13 Toren aus dem Spiel heraus, während ich behaupte, dass er beim BVB 20 schiessen würde.

Deine Behauptung, er würde beim BVB 20 Tore schießen, geht von 34 Spielen à 90 Minuten aus.
Nimmt man die TM-Tabelle, die du vorhin verlinkt hast, und extrapoliert gemäß deinem eigenen Vorschlag auf 34 x 90 Minuten, kommt man bei Ramos 13/14 auf immerhin 18 Tore - Elfmeter nicht mitgezählt. Rechnet man durchschnittlich 1 Minute Nachspielzeit pro Spiel dazu, ist man schon bei 19. Das ist von deinen behaupteten 20 beim BVB nicht mehr so weit weg.


Ich habe auch nicht geschrieben, dass Götze ausschliesslich das 3:0 geschossen hat, aber er wird hier eine deutlich prägendere Rolle einnehmen müssen als hin und wieder Spiele gegen Augsburg und Darmstadt zu entscheiden. Hat er für die Bayern in 3 Jahren ein wirklich wichtiges Tor geschossen? Das 1:0 in Dortmund womöglich, aber sonst?

Dass Götze bei uns eine prägendere Rolle als zuletzt bei den Bayern spielen muss, damit sich die Ablöse für ihn rentiert, ist ja klar. Mir geht es darum, dass du eben doch geschrieben hattest, dass Götzes Rolle bei den Bayern kaum darüber hinaus gegangen sei, gelegentlich das 3:0 zu schießen. Dem habe ich widersprochen. Mit Hinblick auf den jeweils aktuellen Spielstand war mehr als die Hälfte seiner Tore wirklich wichtig.
(Man könnte natürlich sagen: Die Bayern wurden mit so viel Abstand Meister, dass sie auch ohne seine Tore den Titel geholt hätten. Aber das kann man bis auf Lewandowski über so ziemlich jeden ihrer Spieler sagen, sodass das ein Scheinargument ist)


Das Ziel einer Hypothese ist, dass man sich mittels Argumenten und Verfeinerungen hermeneutisch der Realität annähern kann und das ist es, was mir hier im Forum Spass bereitet. Wenn du hier im transfermarkt-Wadenbeisser-Stil kommen willst, dann mach das gerne, aber dann geh meinen Beiträgen bitte (!) aus dem Weg, denn auf diesen Stil habe ich wirklich keinen Bock.

Ich weiß nicht genau, was du mit Hermeneutik im Zusammenhang mit dieser Diskussion meinst. Ganz allgemein und salopp gesagt bedeutet Hermeneutik die Interpretation und das Verständnis von Texten. Dies hat mit den Zielen einer Hypothese erst einmal nicht zwangsläufig zu tun.

Eine Hypothese ist eine getroffene Annahme, die gültig sein kann, aber nicht muss. Ob die Hypothese mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit oder Mutmaßlichkeit gültig ist, wäre dann zu analysieren. Dies kann - je nachdem, um welche Disziplin und Thematik es sich handelt, u.a. mittels Datenanalyse (der "transfermarkt-Wadenbeisser-Stil"), empirischen Versuchen oder eben hermeneutischen Verfahren geschehen. Letztere sind vorzugsweise in philosophischen, historischen, soziologischen und rechtswissenschaftlichen Kontexten angebracht.
Wichtig ist bei der hermeneutischen Methode der Hypothesenüberprüfung, dass man die Texte, die man interpretiert, nicht einfach selbst schreibt: Falls ich die Hypothese aufstelle, dass Julius Cäsar grünes Haar trug, ist es keine Hermeneutik, wenn ich 15 Aufsätze zu dem Thema als Primärquellen selbst schreibe, diese dann lese und interpretiere und daraus folgere: Seht her, Cäsar hatte tatsächlich grünes Haar!

So ist es auch beim Thema Fußball: Wenn ich die Hypothese aufstelle, dass die Leistung eines Spielers über einen gewissen Zeitraum hinweg eine bestimmte Qualität hatte, gilt es, diese Hypothese zu überprüfen. Das kann man tun, indem man Daten analysiert, z.B. Scoring-Werte. Man kann hermeneutisch vorgehen, indem man Spielanalysen verschiedener Quellen untersucht und sich daraus ein Bild macht. Selbstverständlich kann man auch auf Basis selbst gesehener Spiele argumentieren (das ist dann aber keine Hermeneutik).

Natürlich kann man auch auf Basis spekulativer Vergleiche argumentieren, wie du es am Beispiel von Ramos getan hast. Dann muss man aber einfach auch akzeptieren, dass andere Menschen diese Beispiele auf Plausibilität überprüfen. Das ist übrigens grundsätzlich das Ärgerliche an Diskussionen: Wenn man Argumente vorbringt, haben andere Menschen das Recht, diese Argumente auf ihre Validität zu überprüfen und ihnen gegebenenfalls zu widersprechen.


Denn grundsätzlich widersprichst du mir ja nicht mal, es geht dir nur darum, auf dem Ramos-Beispiel rumzuhüpfen und das ist äusserst kleingeistig.

Kleingeistig fände ich es, wenn ich dich darauf hinweisen würde, dass Götze für die Bayern 5 Ligaspiele gegen Augsburg und Darmstadt bestritten und dabei keinen einzigen Scorerpunkt geschafft hat.

Und ich widerspreche dir durchaus: Grundlage der Diskussion war Eisens Hinweis darauf, dass Götzes Leistungen bei den Bayern ja so schlecht nicht waren. Daraufhin äußerte er seine Erwartung, dass Götze mindestens 20 Scorerpunkte sammeln würde. (Lustigerweise hatte ich eine Minute zuvor selbst geschrieben, dass ich 20 Scorer erwarte)

Du hattest Eisen geantwortet, dass ein Verweis auf Götzes Scorer bei München mit Vorsicht zu genießen seien. (Soweit stimme ich dir zu - hatte ich ja schon geschrieben). In der Schlussfolgerung weiche ich jedoch deutlich von dir ab, denn ich denke schon, dass man anhand seiner Daten und Leistungen insgesamt die Erwartung bilden kann, dass er hier ordentlich spielen wird. Diese von deiner abweichende Schlussfolgerung habe ich versucht zu untermauern, indem ich eigene Argumente vorbrachte und deine Argumente einer kritischen Prüfung unterzog.

Dass ich dabei bisweilen recht provokant formulierte, ist mir bewusst. Diesen Tonfall versuche ich nicht bei allen Diskussionspartnern an den Tag zu legen. Vielmehr habe ich mich dabei dem von dir mir gegenüber schon mehrfach verwendeten Tonfall angepasst und in Betracht gezogen, dass du auch gegenüber unseren Spielern nicht selten das Mittel der Polemik einsetzt. Zudem gebe ich zu, dass ich aufgrund vorheriger Erfahrungen mit deinem Stil durchaus vorbelastet bin und eventuell schärfer formulierte, als ich das gerne würde. Falls du dich dadurch angegriffen oder verletzt fühlst, tut mir das ehrlich leid.
Damit wären wir wieder beim Anfang dieses Postings; das wäre dann wohl ein geeigneter Moment, Schluss zu machen :)

Gute Nacht!

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